
Beschäftigungsfähigkeit als Ziel der nordrhein-westfälischen Arbeitspolitik
Die Beschäftigungsfähigkeit stärken heißt: qualifizierter, flexibler und gesünder zu arbeiten. So wird die Leistungsfähigkeit von Beschäftigten gestärkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessert. Dies ist gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels essentiell. Die Arbeitspolitik des Landes leistet mit ihren Förderangeboten einen wichtigen Beitrag zur Sicherung von Arbeitsplätzen und zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes Nordrhein-Westfalen. Wettbewerbsfähige, innovative Betriebe brauchen kompetente, flexible und gesunde Beschäftigte, um auf Dauer am Markt zu bestehen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat die nordrhein-westfälische Landesregierung für Unternehmen und Beschäftigte Beratungs-und Förderangebote entwickelt und gebündelt.
Zum Begriff "Beschäftigungsfähigkeit":
Beschäftigungsfähig sind Frauen und Männer, die dauerhaft am wirtschaftlichen und sozialen Leben aktiv teilhaben können. Die eigene Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten oder zu stärken bedeutet beispielsweise, die eigene Kompetenz und Gesundheit zu erhalten und fortzuentwickeln. Ziel ist es, die sich ständig wandelnden Arbeitsanforderungen zu erfüllen, Innovationen voranzutreiben und den strukturellen Wandel mittragen zu können.
Beschäftigungsfähigkeit hat zugleich eine betriebliche Dimension. Investitionen in die Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind Investitionen in die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit von Betrieben. Erfolgreich sind Unternehmen, die ihre Beschäftigten unterstützen, anpassungsfähig zu werden oder zu bleiben. Zu einer solchen Unternehmenskultur gehören die moderne Gestaltung der Arbeitsorganisation, die Einführung innovativer Arbeitszeitmodelle, die Schaffung gesundheitsförderlicher Arbeitsbedingungen sowie die permanente Kompetenzentwicklung der Beschäftigten.
Förderangebote für Betriebe und Beschäftigte - Bildungsscheck und Potenzialberatung
Der Bildungsscheck und die Potenzialberatung sind zwei zentrale Förderinstrumente in Nordrhein-Westfalen, mit denen Unternehmen und ihre Beschäftigten dabei unterstützt werden, erfolgreich zu arbeiten. Während der Bildungsscheck für berufliche Weiterbildung genutzt werden kann, deckt die Potenzialberatung ein größeres Themenspektrum ab. Im Rahmen dieses Beratungsangebotes können Stärken und Schwächen eines Unternehmens ermittelt und betriebliche Weiterentwicklungen erarbeitet werden. Die Förderangebote werden aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds finanziert.
Weitere Instrumente und Informationen
Arbeitszeitgestaltung:
Flexible Arbeitszeiten werden zukünftig ein immer wichtigerer Erfolgsfaktor bei der Arbeitsorganisation - gerade für den Aspekt "altersgerechtes Arbeiten" aber auch im Hinblick auf gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen.
Weiterbildung im Handwerk
Mit der "Initiative für mehr Weiterbildung" im Handwerk motiviert die Landesregierung gemeinsam mit der Handwerksorganisation gezielt Handwerkerinnen und Handwerker, sich fortzubilden. Das Instrumentarium umfasst unter anderem Informationsveranstaltungen, individuelle, laufbahnorientierte Weiterbildungsberatungen und Coachings von Fach- und Führungskräften.
Flankierung Bergbau
In NRW gehen weiterhin Arbeitsplätze im Bergbau verloren. Die Landesregierung beteiligt sich mit flankierenden Qualifizierungsmaßnahmen, um den betroffenen Bergleuten neue Chancen in Zukunftsbranchen zu eröffnen.
Beschäftigungsfähigkeit im Betrieb (BiB)
Um Beschäftigung im Betrieb zukunftsfähig zu gestalten, wurden im Rahmen des Projektes "Bschäftigungsfähigkeit im Betrieb"maßgeschneiderte Konzepte entworfen und in Partnerbetrieben erprobt. Zwei neue Testinstrumente sind dabei entwickelt worden: der UnternehmensCheck Beschäftigungsfähigkeit für Betriebe und der SelbstCheck für den individuellen Kompetenz-Check-up.
Beschäftigungssicherung in Migrantenbetrieben
Schon jetzt leisten die von Migranten und Migrantinnen geführten Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Arbeitsmarktes und stellen einen zunehmend großen Anteil an Ausbildungs- und Arbeitsplätzen. Der Westdeutsche Handwerkskammertag (WHKT) will mit dem Projekt den Dialog mit Migrantenunternehmen und ihren wirtschaftlichen Vereinigungen verbessern.

Hier können Unternehmen & Beschäftigte ihre "demografische Fitness" schnell überprüfen:
Good Practices zum demografischen Wandel ganz einfach finden!